// NLA: UHV Skorpion - UHC Dietlikon

Knappe Niederlage zum Saisonauftakt für die Skorpions

Im ersten Spiel der neuen Saison muss sich Skorpion Emmental Zollbrück dem UHC Dietlikon 3:4 nach Verlängerung geschlagen geben. Mit der gezeigten Leistung dürfen die Skorpions aber trotzdem zufrieden sein.


Seit dem 4. April 2015, als Skorpion Emmental Zollbrück zum letzten Mal auf den UHC Dietlikon traf und sich nach einer Niederlage aus der Saison verabschieden musste, hat sich bei beiden Teams einiges verändert. Beide Mannschaften mussten den Abgang einiger Leistungsträgerinnen kompensieren. Die Skorpions haben an ihrer Strategie festgehalten und versuchen die verlorengegangene Routine mit jugendlicher Frische und Spielwitz aus dem eigenen Nachwuchs zu ersetzen. Dietlikon dagegen hat nebst einigen jungen Spielerinnen zwei schwedische und eine finnische Nationalspielerin verpflichtet, um die Qualität im Team weiterhin sehr hoch zu halten.


In den ersten Spielminuten des ersten Saisonspiels war es dann auch der Favorit aus Dietlikon, welcher spielbestimmend war. Zwei der berüchtigten schnellen Querpässe der Zürcherinnen sorgten dafür, dass Linda Pedrazzoli völlig frei vor dem Skorpions-Tor zum Abschluss kam und für die frühe Fühurng der Gäste sorgte. Im selben Stil ging es in der Ballsporthalle in Zollbrück weiter. Vor allem die erste Dietliker Sturmlinie um Petra Weiss und Michelle Wiki zeigte, dass sie auch in der neuen Saison genauso torgefährlich ist wie im Frühjahr. In der neunten Minute erhöhte Wiki auf 2:0. Nun fingen sich die Skorpione zwar etwas und kamen zu einigen Abschlüssen, allerdings erspielte sich Dietlikon immer noch zu leicht mehrere Tormöglichkeiten.


Deswegen reagierte Skorpion-Coach Aldo Casanova bereits in der ersten Drittelspause und stellte das Defensivsystem der Skorpions um. Diese Massnahme schien den jungen Emmentalerinnen auch in der Offensive Sicherheit zu geben und beflügelte sie gar. Zwei Minuten nach Wiederanpfiff wurde Nathalie Spichigers Hartnäckigkeit mit ihrem Anschlusstreffer zum 1:2 belohnt. Nur eine Minute später glich Nadia Reinhard im Powerplay für Skorpions aus. Nun waren die Rollen der zwei Teams im Vergleich zum ersten Drittel völlig vertauscht und Dietlikon wusste sich oftmals nur noch mit Fouls zu helfen. In der 27. Minute traf Corinne Buri zur verdienten Führung für Skorpion Emmental. Allerdings war die Freude des Heimteams von kurzer Dauer, weil sich Buri beim Torschuss am Knie verletzte. Der Rückstand schien Dietlikon anzuspornen. Zuerst kam Karin Güttinger zu einer goldenen Ausgleichschance, scheiterte aber an Stephanie Blaser im Skorpions-Tor. In der 34. Minute nutzte schliesslich der schwedische Neuzugang Linn Lundström den ihr gewährten Platz und hatte keine Mühe, das Spiel wieder auszugleichen.


Im Schlussdrittel konnte Skorpion das Spiel relativ offen gestalten. Dietlikon übte mehr Druck aus als die Skorpions und hatte auch ein Chancenplus zu verzeichnen. In den Schlussminuten kamen dann allerdings die Emmentalerinnen zum Überzahlspiel, welches aber nicht von Erfolg gekrönt war. Deshalb ging das Spiel in die fünfminütige Verlängerung, welche aber nicht einmal eine Minute dauerte. Petra Weiss lief sich vor dem Tor frei und schoss ihr Team so doch noch zum Sieg. Trotz dieser knappen Niederlage dürfen die Skorpions viele positive Dinge aus diesem intensiven und ausgeglichenen Spiel mitnehmen.


Ebenfalls im Einsatz standen die Skorpions im Cup. In der vorgezogenen 2. Runde gewann Skorpion bereits vor einer Woche am 13. September gegen den 1. Liga-Club UHC Schaan aus dem Fürstentum Liechtenstein diskussionslos 20:1 und steht somit im Achtelsfinale.


Skorpion Emmental Zollbrück – UHC Dietlikon 3:4 n.V. (0:2, 3:1, 0:0, 0:1)
BOE, Zollbrück. 133 Zuschauer. SR Brändle/Niedermann.
Tore: 4. Pedrazzoli (Weiss) 0:1. 9. Wiki (Pedrazzoli) 0:2. 22. Spichiger (Kuratli) 1:2. 23. Reinhard (K. Beer) 2:2. 27. C. Buri (K. Beer) 3:2. 34. Lundström (Zimmermann) 3:3. 61. Weiss (Wiki) 3:4.
Skorpion Emmental: Blaser; Liechti, Rindisbacher; Gurtner, Zimmermann; Stettler, Gerber; Reinhard, D. Beer, Walther; Kuratli, Spichiger, M. Buri; C. Buri (Baumgartner), K. Beer, Krähenbühl; Ambühl, Limacher
Strafen: 1mal 2 Minuten gegen Skorpion Emmental Zollbrück. 4mal 2 Minuten gegen Dietlikon.
Bemerkungen: Skorpion ohne Badertscher (verletzt), C. Buri verletzt ausgeschieden (27.). Liechti und Pedrazzoli als beste Spielerinnen ausgezeichnet.

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