// NLA: UHV Skorpion - UHC Dietlikon

Zu viele Chancen verpasst

Skorpion Emmental Zollbrück verliert vor eigenem Publikum den Spitzenkampf gegen den UHC Dietlikon 1:4. Nach dem Spiel trauerten die Skorpions vor allem den verpassten Möglichkeiten in der Offensive nach.


Aussergewöhnlich waren an diesem Spiel zwischen Skorpion Emmental Zollbrück und dem UHC Dietlikon gleich mehrere Dinge: Da die letzte Qualifikationsrunde vorgezogen wurde, fand das Spiel an einem Donnerstag in der gut gefüllten BOE in Zollbrück statt. Ausserdem waren die Skorpions in der Rangliste besser platziert als ihr Gegner, traten die Emmentalerinnen doch erstmals als Tabellenführer an. Der Grund dafür war während des Spiels klar ersichtlich. Die sehr produktive Dietliker Offensive wurde von den Skorps über weite Strecken der ersten zwei Drittel daran gehindert, gefährliche Chancen zu kreieren. Die Skorpions ihrerseits hatten zwar weniger Ballbesitz als der Gegner, kamen aber zu gefährlichen Konterchancen. Die Skorpions konnten mit einer verdiente 1:0-Führung in die erste Drittelspause gehen, nachdem Fabienne Walther mit einem verdeckten Schuss erfolgreich war.


Im Mitteldrittel hatte das Heimteam Chance um Chance, die Führung zu erhöhen, scheiterte aber immer wieder am Unvermögen im Abschluss. Weil die Skorps auch weiterhin sehr konzentriert und kompakt verteidigten, sah sich Dietlikon-Coach Sascha Rhyner in der 34. Minute gezwungen, sein Timeout zu nehmen. Anschliessend traten die Zürcher Gäste sehr druckvoll auf. Eine Minute vor Ende des zweiten Drittels musste Skorps-Torhüterin Janina Limacher nach einem Schuss der Schwedin Linn Lundström zum ersten Mal hinter sich greifen und das Spiel war wieder ausgeglichen.


Im letzten Drittel rächten sich für die Skorpions die massenhaft ausgelassenen Tormöglichkeiten. Dietlikon drängte das Heimteam immer weiter in die eigene Hälfte zurück und fand zahlreiche gefährliche Abschlusspositionen. Der Führungstreffer für Dietlikon durch Rebecca Hermann war die Folge dieser Druckphase. Entscheidend aber war dabei die Vorarbeit durch Christine Zimmermann, welche mit einer Drehung gleich drei Skorpions-Spielerinnen stehen liess. Nun mussten die Skorps plötzlich einen Rückstand aufholen und alles auf die Karte Offensive setzen. Diese Taktik resultierte in zwei weiteren Gegentreffern und hitzigen Schlussminuten. 

Das Endesultat von 1:4 änderte aber nichts an der Tatsache, dass die Skorpions dieses Spiel in der Offensive, und nicht in der Defensive, verloren. Zeit, am Abschluss zu arbeiten, haben die Skorpions in der zweiwöchigen Nationalmannschaftspause genug, bis in der Meisterschaft eine entscheidende Phase beginnt.


Skorpion Emmental Zollbrück - UHC Dietlikon 1:4 (1:0, 0:1, 0:3)
Ballsporthalle Oberemmental (BOE), Zollbrück. 203 Zuschauer. SR Lehmann/Manser.
Tore: 17. Walther 1:0. 39. Lundström (Weiss) 1:1. 46. Hermann (Zimmermann) 1:2. 55. Gerig (Weiss) 1:3. 56. Sundholm (Gämperli) 1:4.
Skorpion Emmental: Limacher; Zimmermann, Stettler; Liechti, Rindisbacher; D.Beer, K.Beer, Reinhard; Krähenbühl, Schori, Walther; Baumgartner, Ambühl, Spichiger; Blaser, M.Buri, Gurtner
Bemerkungen: keine Strafen gegen Skorpion Emmental. 2mal 2 Minuten gegen UHC Dietlikon. Emmental Zollbrück. Skorpion ohne Badertscher, C.Buri, Gerber und Kuratli (alle verletzt). Nathalie Spichiger und Christine Zimmermann als beste Spielerinnen ausgezeichnet.

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