// NLA: Piranha Chur - UHV Skorpion

Saisonende für die Skorpion

Skorpion Emmental Zollbrück verliert die vierte Halbfinalpartie gegen piranha chur auswärts 2:7. Ausschlaggebend in diesem Spiel war die individuelle Klasse Seraina Ulbers. Während piranha chur gegen den UHC Dietlikon um den Titel spielt, ist das Saisonende der Skorps mit einigen Abschieden verbunden.


Nach neun Spielminuten hegten die Spielerinnen und Fans des UHV Skorpion Emmental Zollbrück berechtigte Hoffnungen, das Saisonende hinauszögern zu können. Die Skorps waren offensiv fulminant in diese Partie gestartet, die sie nicht verlieren durften, um den Traum vom Final weiterhin lebendig zu halten. Nachdem Fabienne Walther mit einem Trick gleich mehrere Gegenspielerinnen stehen liess, bediente sie mustergültig Nadia Reinhard, welche zum 1:0 für die Skorps traf. Nur einen Augenblick später stand es 2:0, Flavia Kuratli erzielte gegen ihren ehemaligen Verein ein sehenswertes Volley-Tor. Wie bereits im letzten Spiel, konnten die Skorps die Zweitoreführung aber nicht in die erste Drittelspause retten. Nachdem Manuela Dominioni für Chur eine Grosschance vergab, war es ihr Captain Seraina Ulber, welche im Zusammenspiel mit Katrin Zwinggi einen Konter eiskalt zum Anschlusstreffer nutzte.


Die Parallelen zum letzten Spiel waren frappant. Wie eine Woche zuvor, konnten die Skorpions nach einer sehr guten Leistung im ersten Drittel das Niveau nicht halten. Die Emmentalerinnen machten im Startdrittel zu wenig aus ihren Chancen und konnten nur mit einem Eintorevorsprung ins Mitteldrittel starten. Nur drei Minuten nach Wiederbeginn wurde Dominioni von der Skorpions-Defensive in derselben Position, wo sie bereits eine grosse Torchance ausliess, völlig alleingelassen. Dieses Mal hatte sie keine Mühe, den Ausgleich zu erzielen. Bis zur Spielmitte hielt die Verteidigung der Skorps gegen die stärker werdenden Bündnerinnen stand. Danach bediente Ulber mit einem Steilpass Verteidigerin Ladina Sgier perfekt, dem Laufweg Sgiers war keine Skorpions-Spielerin gefolgt Sgier lenkte zur erstmaligen Führung für piranha ab und obwohl das Spiel noch längst nicht entschieden war, sah man den Gästen die aufkommende Verzweiflung an. Chur-Torhüterin Lara Heini wurde mit Schüssen aus allen Lagen geprüft, zusammenhängende Angriffe der Skorps wurden zur Seltenheit. Noch war nach 40 Minuten aber alles offen.


Für die Entscheidung im Spiel sorgte Seraina Ulber früh im letzten Drittel. Die beste Spielerin in den Reihen von piranha chur war bereits an zwei von drei Toren direkt beteiligt gewesen, als sie in der 45. Minute zum Sololauf übers ganze Spielfeld ansetzte und den Ball mit einem Backhand-Schuss im Tor versenkte. Diese erstklassige Aktion brach den Widerstand der Skorps endgültig. Zwei Minuten später bediente wiederum Seraina Ulber Katrin Zwinggi, welche auf 5:2 erhöhte. Den Skorpions fehlte die Kraft, Chur noch einmal ernsthaft in Bedrängnis zu bringen, wie das in den Spielen zuvor gelungen war. Die Tore von Katri Luomamiemi und Zwinggi zum Schlussresultat von 7:2 waren zwei weitere Stiche ins Herz der Skorpions, die aber trotz dem Halbfinal-Aus mit der Saison zufrieden sein dürfen. 

Obwohl die Qualität und Erfahrung der Emmentalerinnen noch nicht der von Chur oder Dietlikon entspricht, konnten die Skorps den Abstand zu den beiden Topteams weiterhin verringern. Chur, zu damaliger Zeit um Form ringend, wurde in der Qualifikation zweimal besiegt. Gegen alle anderen Gegner abgesehen von Chur und Dietlikon haben die Skorpions in der Qualifikation nur gerade einen einzigen Punkt abgegeben und somit den Status als drittstärkste Kraft im Schweizer Damenunihockey zementiert.


Grossen Anteil daran hatte Aldo Casanova, der vier Jahre lang Trainer der Skorpions war. Für ihn war es in Chur, eine seiner alten Wirkungsstätten, das letzte Spiel an der Bande der Emmentalerinnen. Er wird ab nächster Saison die U19-Damennationalmannschaft trainieren. Die Spuren der Erfolge, welche er mit den Skorpions erzielt hat, werden im Emmental noch lange sichtbar sein.
Der zweite grosse Wechsel auf die kommende Saison steht im Tor an: Mit Stephanie Blaser wird die dienstälteste Spielerin des jetzigen Teams und ein Urgestein des Vereins kürzer treten und in der 1. Liga das Tor hüten. Glücklicherweise wird Blaser als Torhütertrainerin Teil des neuen Staffs um Haru Zysset, und ihre reiche Erfah-rung an ihre zehn Jahre jüngere Kollegin Janina Limacher weitergeben.
Eine neue Herausforderung sucht Nathalie Spichiger. Die 21-jährige Stürmerin und verlässliche Skorerin der Skorps wechselt zu piranha chur und will sich beim Spitzenverein weiterentwickeln und im Nationalteam etablieren. Ebenfalls die Skorpions verlassen wird Vera Ambühl. Die 20-jährige wird ihre Unihockeykarriere nach zwei Saisons bei den Skorpions mit vielen schönen Erinnerungen und Freundschaften vorerst beenden.


piranha chur - Skorpion Emmental Zollbrück 7:2 (1:2, 2:0, 4:0)
Gewerbliche Berufsschule, Chur. -- 405 Zuschauer. -- SR Schatz/Walter.
Tore: 9. Reinhard (Walther) 0:1. 9. Kuratli (Spichiger) 0:2. 13. Ulber (Zwinggi) 1:2. 23. Dominioni (Marti) 2:2. 30. Sgier (Ulber) 3:2. 45. Ulber 4:2. 47. Zwinggi (Ulber) 5:2. 51. Luomaniemi (Ludwig) 6:2. 58. Zwinggi (Heini) 7:2.
Skorpion Emmental: Limacher; Liechti, Rindisbacher; Stettler, Zimmermann; Spi-chiger, K.Beer, Kuratli; Reinhard, Walther, Gurtner; Krähenbühl, D.Beer, Baum-gartner; Ambühl, Badertscher, Blaser, M.Buri, Grundbacher
Bemerkungen: keine Strafen gegen piranha chur. keine Strafen gegen Skorpion Emmental Zollbrück. Skorpion ohne C.Buri und Gerber (beide verletzt). Seraina Ul-ber und Nathalie Spichiger als beste Spielerinnen ausgezeichnet.


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