// Cup: Zug United - UHV Skorpion

Im Cup die Viertelfinals erreicht

Gegen Zug behalten die Skorpione die Oberhand und gewinnen mit der nötigen Portion Glück 6:5.


Am folgenden Tag stand aber nicht Regeneration auf dem Programm, denn bereits um 10 Uhr mussten sich die Skorpions auf den Weg Richtung Zug machen. Es stand das Cup-Achtelfinale gegen Zug United auf dem Plan. Zwar gewannen die Emmentalerinnen das Meisterschaftsspiel gegen Zug United klar, jedoch durften die Zugerinnen keineswegs unterschätzt werden. Nämlich nur ein Tag zuvor gewann Zug United gegen den amtierenden Schweizermeister Piranha Chur deutlich.


Die Skorpioninnen kamen wie bereits am Vortag in Giffers nicht optimal ins Spiel. Es war überhaupt von beiden Seiten ein eher verhaltener Start. Beide Seiten setzten vor allem auf eine sichere Defensive und so war es nicht verwunderlich, dass das erste Tor durch eine einstudierte Freischlag-Variante erzielt wurde. In der 8.Minute konnte sich Järvinen für Zug als erste Torschützin feiern lassen. Dieses Tor brachte aber keineswegs Aufschwung in die Partie. Das Spiel war weiter durch die gute Defensivarbeit beider Teams sehr Zäh und es schauten wenig wirklich zwingende Torszenen heraus. Auch eine Überzahl der Emmentalerinnen konnte zu keinem Tor verwertet werden. Zug hatte sich auf das Powerplay der Gäste aus dem Emmental gut vorbereitet. Kurz vor der Pause war es erneut eine wirblig ausgeführte Freischlag-Variante von Zug, welche die Skorps- Defensive aushebelte. Kuhlmann stand plötzlich alleine vor Limacher und konnte den Ball nur noch ins Tor einschieben. Das erste Drittel ging dann mit einer 2:0 Führung für Zug United zu Ende.


Im zweiten Drittel versuchten die Skorps durch eine Umstellung auf zwei Linien das Tempo zu erhöhen und besser ins Spiel zu finden. Es war aber die Zugerin Piispa, die in der 22. Minute ihre Farben, wiederum nach einem Freischlag, zur 3:0 Führung schoss. Die Umstellung schien dann aber doch noch Wirkung zu zeigen. In der 30. Minute war es Kuratli, die nach einem Schuss von Berger via Abpraller auf 1:3 verkürzte. Dieses Tor brachte die Skorps zwar resultatmässig zurück ins Spiel, auf dem Spielfeld waren es aber immer noch die Zugerinnen, die mehr Spielanteile besassen. Die Defensivabteilungen machten weiterhin einen soliden Job und so war der Rückstand der Gastmannschaft auch nach 2 Dritteln immer noch 2 Tore. Den Skorpions blieb nun noch ein Drittel um das Spiel zu drehen und somit ein frühes Cup out abzuwenden.


Die Aufholjagt im dritten Drittel wurde aber von Zug bereits nach 4 Sekunden im Keim erstickt. Es war Huber, die nach Wiederanpfiff den Ball ergatterte und die Situation eiskalt ausnutzte. In der 43. Minute fasste Zug die 2. Strafe an diesem Nachmittag. Es schien als wäre dies die letzte Möglichkeit den Anschluss wieder zu finden und mit einem Treffer näher an den Cup Viertelfinal zu gelangen. Diesmal funktionierte das Powerplay zwar besser, zählbares schaute aber auch bei diesem Versuch nicht heraus. Der Druck auf das gegnerische Tor konnte aber trotzdem weiterhin hoch gehalten werden und so war es in der 45. Minute Baumgartner, die auf Pass von Grundbacher zum 4:2 verkürzen konnte. Der UHV Skorpion Emmental Zollbrück spielte nun besser und konnte sogar Spieldiktat übernehmen. Zug schien aber unbeeindruckt und nur eine Zeigerumdrehung später, stellte Bichsel den 3 Tore Vorsprung wieder her. Die Skorpions glaubten aber immer noch an den Sieg. Die Kräfte wurden vereint und jede ging für jede. Schlussendlich war es dann Liechti, die 10 Minuten vor Schluss einen Pass abfing, die ganze Zuger Verteidigung stehen liess und Baumgartner mit einem hervorragendem Pass bediente. Zwei Tore in zehn Minuten zu erzielen ist im Unihockey nichts Aussergewöhnliches. Motivierende Worte vom Trainerstaff, während einem Time-Out, setzte bei den Emmentalerinnen erneute Enrergie frei. Zug konnte sich nun kaum noch lösen und so beherrschten nun die Skorpions das Spiel. In der 54 Minute war es Grundbacher, die den UHV Skorpions Emmental Zollbrück mit dem Anschlusstreffer definitiv zurück brachte. Nur eine Minute Später eroberte Baumgartner in der Offensivzone einen Ball und legte Quer auf Krähenbühl, die zum viel umjubelten Ausgleich nur noch einschieben konnte. Zug nahm nun das Timeout um den Lauf der Skorps zu brechen. Das Momentum blieb aber auf Seite der Skorpioninnen, denn etwas mehr als eine Minute vor Schluss war es erneut Grundbacher, die auf Vorarbeit von Brechbühl zur Führung traf. Zug warf nun noch einmal alles nach vorne und ersetzten auch noch die Torhüterin durch eine sechste Feldspielerin. Die Zeit reichte aber nicht mehr und so konnten die Skorps mit einer kämpferischen und geschlossenen Teamleistung, und natürlich dem nötigen Quäntchen Glück, den Sieg doch noch mit 6:5 nach Hause bringen.


Dieser Sieg war für die Moral enorm wichtig und eine zum Schluss doch noch positive Erfahrung für das Team. Es zeigt auch dass die Verletzten und Abwesenden zwar spürbar fehlen, jetzt andere in die Bresche springen und das Team dank gutem Zusammenhalt und Kampfgeist immer noch in der Lage ist solche Spiel zu drehen. Die Analyse des Spiels wird wohl auch darüber Aufschluss geben, an was in der bevorstehenden Pause gearbeitet werden wird.


Zug United - Skorpion Emmental Zollbrück 5:6 (2:0, 1:1, 2:5) Stadthalle Zug (Herti), Zug. 145 Zuschauer. SR Brändle/ Niedermann.
Tore: 8. Järvinen (Mäkelä) 1:0. 19. Kuhlmann (Luck) 2:0. 22. Piispa (Mäkelä) 3:0. 31. Kuratli (Berger) 3:1. 40. Huber (Luck) 4:1. 45. Baumgartner (Grundbacher) 4:2. 46. Bichsel (Eriksson) 5:2. 51. Baumgartner (Liechti) 5:3. 54. Grundbacher (Rindisbacher) 5:4. 55. Krähenbühl (Baumgartner) 5:5. 58. Grundbacher (Brechbühl) 5:6.
Skorpion Emmental: Limacher; Liechti, M. Buri; Rindisbacher, Berger; Brechbühl, Kuratli, Gurtner; D. Beer, Reinhard, Baumgartner; Schüpbach, Brenner, Reusser
Strafen: Keine Strafen gegen Skorpion Emmental Zollbrück. 2mal 2 Minuten gegen Zug United.
Bemerkungen: Skorpion ohne Gerber, C. Buri, Zimmermann, Stettler, Badertscher, Maurer, Walther, Schlüchter (alle verletzt), K. Beer (abwesend).
Rindisbacher und Eriksson als beste Spielerinnen ausgezeichnet.


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