, Kobel Timo

2. Liga KF: Mit viel Kampf zum Punktemaximum

Ein Wochenende nach dem Rundi-Sunndi vor der Haustüre stand bereits die nächste Meisterschaftsrunde auf dem Programm. Die Reise ging ins Baselland, genauer geschrieben nach Bubendorf, wo Tramelan sowie Biel als Herausforderung auf uns warteten.

Skorps vs. Tramelan 10:5
Durch Verletzungen und Krankmeldungen war der skorpionische Kader doch arg dezimiert ins Baselbiet angereist. Umso glücklicher waren wir, als Trulde Stucki bereits nach nicht einmal zwei Zeigerumdrehungen zur Führung topfte. Ja wir waren sogar so glücklich, dass nur Sekunden später das Skore durch die Schlüsselspielerin der Bernjurassierinnen wieder ausgeglichen wurde. Auf sie galt es aufzupassen, hatte sich in den Gängen der Sappetenhalle herumgesprochen. Also taten wir genau das, was zur Folge hatte, dass Tramelan nicht viel gelang und wir uns in der Defensive zuerst etwas finden mussten.   Nach 10 gespielten Minuten war allerdings dann die Findungsphase vorbei und Fäbi Brenner und Greti Arm konnten uns mit einem Doppelschlag erneut in Führung bringen. Unsere Gegnerinnen beeindruckte das jedoch nur wenig, sodass Simea Beck im Kasten allerhand zu tun hatte und den Lochball in der 17. Minute ein zweites Mal aus dem Netz fischen musste. Trudle Stucki wusste darauf aber postwendend eine passende Antwort in Form eines Tores und Fäbi Brenner beendete eine für die Skorps defensiv betonte erste Hälfte mit ihrem Treffer zum 5:2 Pausenstand.  

Tramelan kam besser aus der Pause und topfte sogleich zum Auftakt in die zweite Hälfte. Wir konzentrierten uns auch in der zweiten Hälfte vermehrt aufs Verteidigen, was auch auf Kraftsparmassnahmen zurückzuführen war. Mit Könterchen konnten wir aber durchaus Gefahr kreieren und ebenso ein Könterchen schloss Vanessa Sahli in Minute 30 zum 6:3 ab. Tramelans Coach nahm draufhin sein Timeout und die Goaliefrau ein erstes Mal aus dem Kasten. Auf Anordnung von Coach Kobel wurde die Nummer 13 streng bewacht und so gelang es ihnen nicht, den Ball in die gefährliche Zone zu bringen, im Gegenteil. Fäbi Brenner konnte das Spielgerät behändigen und ins verwaiste Gehäuse verfrachten. 2 Minuten später hatte Tramelan zwar einmal reüssiert, allerdings war es diesesmal Vanessa Sahli, welche einen weitern Emptynetter erzielen konnte. Unsere Gegnerinnen gaben daraufhin das 4 gegen 3 Spiel auf und Larissa Megert setzte gleichzeitig zur Kür an: Sie schnappte sich den Ball hinter dem eigenen Tor und startete einen Sturmlauf bis zur Mittellinie wo sie abzog und den Ball in ihrer unnachahmlichen Manier im Angeli versenkte. Die zwei letzten Tore gehörten auf unserer Seite dann Vanessa Sahli und auf gegnerischer Seite der gefürchteten Nummer 13.  

Der erste Sieg war also mit 10:5 eingefahren worden. Nun galt es gegen das letztplatzierte Biel den zweiten auch an Land zu holen.  

Skorps vs. Biel 7:5  
Der Bericht des zweiten Spiels wird wohl ein wenig kürzer, da es schlichtweg weniger zu berichten gibt. Aber der Reihe nach: Hinter den Punkt "Start nach Mass" konnte man wie im ersten Match ein Häckchen setzen, buchte Greti Arm doch nach nur vier Spielminuten das 1:0. Danach folgte, wie auch bereits im ersten Match, der Ausgleich. Damit hatte es sich allerdings mit den Parallelen, denn Biel brachte uns zuweilen gut in Bedrängnis mit ihrem schnellen Umschaltspiel und allem voran mit ihren zwei weiteren Toren, welche sie bis in die 16. Minute erzielen konnten.  
Einer völlig entfesselten Greti Arm, welche innerhalb von drei Minuten dreimal topfte, und einigen starken Paraden unserer Goaliefrau war es zu verdanken, dass wir mit eineinhalb blauen Augen und einer 4:3 Führung in die Halbzeitpause gingen.  

Angesprochen wurde in der Pause zum Einen, dass wir den Seeländerinnen etwas gar viel Raum und Zeit zum Spielen liessen und zum Anderen, dass wir wieder vermehrt den Abschluss suchen sollten, so wie in den letzten drei Minuten zuvor. Aus der Pause strateten wir wieder bestens. Erneut Greti Arm baute unsere erzitterte Führung auf zwei Tore aus und beruhigte so die Nerven auf emmentaler Seite etwas. Diese Ruhe währte jedoch nicht lange, weil Biel nicht locker liess und kurze Zeit nach unserem Treffer den Anschluss erzielen konnte. Die Kraftreserven schienen nun bei uns nachzulassen, was angesichts der fünf einsatzfähigen Feldspielerinnen durchaus nachzuvollziehen ist. Fäbi Brenner konnte unsere Führung zwar erneut ausbauen, aber kaum war das Bully gespielt, stand statt eines 6:4 bereits wieder ein 6:5 auf der Matchuhr zu lesen. Was Biel kann, können wir aber schon lange, muss sich unser Käptn gesagt haben. Denn wiederum keine Zeigerumdrehung nach dem erneuten Anspiel buchte sie das 7:5 Backhand unter die Latte und stellte so 10 Minuten vor der Sirene den Schlussstand her. Dies, weil wir in der Offensive zuweilen Chancenwucher betrieben und in der Defensive zwei-, dreimal das Glück und das Können unserer Torhüterin in Anspruch nehmen durften.  

Unter dem Strich bedeutet es aber weitere zwei Punkte mehr auf unserem Konto, womit wir an diesem Sonntag mehr als zufrieden sein können.  

Die vier Punkte durch den Belchentunnel bis ins Emmental brachten dieses Wochenende Greti Arm, Trudle Stucki, Fäbi Brenner, Larissa Megert und Vanessa Sahli mit ihrem Einsatz auf dem Feld. Das Tor hütete Simea Beck und betreuend an der Bande wirkte Timo Kobel. 

Eine Runde steht noch an in dieser Saison: Am 26. Februar treffen wir in Murgenthal auf die Teams aus Krauchthal und Aarau. Sei dabei, wir freuen uns über jede Unterstützung.  

Hopp Skorps!