, Kobel Timo

2. Liga KF: Schwarz-Grün schlägt Blau-Gelb

Zur Prime-Time des Unihockeysports, nämlich um 19:00 Ortszeit, war unser Ligacup 1/8-Finale gegen die Damen aus Cazis angesetzt. Nervöser als vor einer Abschlussprüfung traten wir zum Göpfight vor sage und schreibe 62 Zuschauern an.  

Skorps vs. Cazis 10:7

Bei Greti Arm schien die Nervosität allerdings schnell verflogen. Nach nur 38 gespielten Sekunden vollendetet sie einen Breakaway zur frühen Führung für unsere Farben. Von einem schwer anlaufenden Dieselmotor war also an diesem Abend nichts zu sehen. Danach folgte ein fünfminütiges Abtasten, welches der Chronist eigentlich vor dem ersten Treffer erwartet hatte. Genug abgetastet hatte im Anschluss Meggy Megert, als sie einen Freischlag aus der eigenen Hälfte direkt zum 2:0 ins tiefe Eck   zimmerte. Die 11. Spielminute dann hatte es vor allem für den SPIKO- Tisch in sich. Innerhalb von 10 Sekunden zogen wir durch Tore von Greti Arm beziehungsweise Regi Fuhrer auf 4:0 davon um dann wiederum 10 Sekunden später den ersten Gegentreffer hinehmen zu müssen. Die Bünderinnen waren nun also auch in diesem Spiel angekommen, nahmen sich jedoch mit einer Strafe den Wind selbst aus den Segeln. Bei uns bliess er aber nach wie vor kräftig und wir nutzten diese Überzahl um den 4-Tore Vorsprung wiederherzustellen. Durch eine weiter Strafe aufgrund unkorrekten Abstands durch Jacqueline Camenisch, die dienstälteste Spielerin des Abends, kamen wir kurz vor Drittelsende zu unserem zweiten Powerplay. Da war es Meggy Megert, welche den Lochball gewohnt unbarmherzig in die Maschen zimmerte und so den 6:1 Pausenstand herstellte.

Ein Skore ganz nach skorpionischem Geschmack, allerdings im Bewusstsein, dass noch 40 harte Minuten warteten.   Beim Start ins zweite Drittel erwarteten wir einen Sturmlauf unserer Gegnerinnen der zu unserem Erstaunen und auch zu unserer Erleichterung ausblieb. Das erste Tor erzielten aber trotzdem die Blaugelben, auf welches aber Regi Fuhrer die postwendende Antwort parat hatte und nach einer schönen Einzelaktion zum 7:2 einnetzte. Eine Zeigerumdrehung später folgte der nächste 10-sekündige Doppelschlag als zuerst Simea Beck mit einem Sonntagsschuss (und ihrem ersten Tor der Karriere) am Samstagabend die Torfrau von Cazis erwischte und danach wiederum die routinierte Regi Fuhrer nachdoppelte. Der momentane Zwischenstand von 9:2 suggerierte Sicherheit, was man auch auf dem Spielfeld zu sehen bekam. Wir standen nun etwas weniger nah bei den Gegenspielerinnen und liessen sie ihre   Spielzüge ausführen, was zur folge hatte, dass uns unsere sackstarke Torfrau Stifä Blaser einige Male den Allerwertesten retten musste. Auch vorne lief es in der zweiten Drittelshälfte nicht mehr ganz so rund, scheiterte beispielsweise Tämi Kobel bei offenem Tor am grandios parierenden Pfosten. Die Bünderinnen allerdings kamen heran und zwar in Person von Jacqueline Camenisch, welche ihre Strafe bei weitem amortisieren konnte und die letzten zwei Treffer des Drittels erzielte. Unser vermeintlich 10. Treffer wurde aberkannt, da sich zum Zeitpunkt des Tores nicht nur ein sondern ganze zwei Bälle auf dem Spielfeld tummelten. So ging es mit einem 9:4 zum zweiten Pausenkaffee.

Umgestellt auf zwei Linien starteten wir ins dritte Drittel, bemüht darum den skorpionischen Hühnerhaufen von Durchgang zwei zu vergessen und wieder nach vorne zu   powern. Cathrine Burger erzielte zwar für Cazis den Anschluss auf 9:5, wir liessen uns allerdings davon nicht aus dem Konzept bringen und konnten das Stängeli in der Minute 45 durch Greti Arm voll machen. Nun agierten wir etwas defensiver und versuchten das Spiel zu Ende zu verwalten. Dies gelang uns gut, auch wenn wir einige heikle Kontersituationen zu meistern hatten, welche entweder durch unseren Goalie oder durch eine Verteidigerin entschärft werden konnten. Nach einem erfolglosen Überzahlspiel unsererseits, in welchem wir den Ball etwas gar wenig laufen liessen, kam Cazis durch den Treffer von Birgit Bless 7 Minuten vor Schluss noch einmal auf vier Tore heran. Wir schafften es aber die Gefahr in Schach und den Ball in unseren Reihen zu halten und so drehte der Zeiger Runde um Runde gen Sieg. Zwar erzielte Jacqueline Camenisch noch ein siebtes Tor für die blaugelben, allerdings erst   13 Sekunden vor Ende des Spiels. Somit war die letzte Sirene nicht mehr weit und grenzenloser Jubel brandete durch die altehrwürdige BOE als sie erklang.

Denn Greti Arm, Fabienne Brenner, Larissa Megert, Vanessa Sahli, Simea Beck, Kim Egli, Tamara Kobel, Regi Fuhrer, Stifä Blaser und Betreuer Timo Kobel waren soeben in den Viertelfinal des Ligacups eingezogen.

Die D-Juniorinnen Leonie Sommer und Linnea Stucki stehen bereit, um die beiden Bestplayerpreise zu übergeben. Das Team der Skorps scheint etwas müde, aber glücklich zu sein mit dem Viertelfinal-Einzug im Ligacup ;-).

Als beste Spielerin wurde auf Seite Cazis Katja Badilatti ausgezeichnet und auf unserer Seite die grandiose Torfrau Stifä Blaser.
Wir danken den Damen von Blau Gelb Cazis für den spannenden Göpfight und wünschen ihnen im Ligabetrieb weiterhin viel Erfolg.
Für uns geht es weiter im Göpabenteuerland, Infos zu Gegner und Spieltag folgen in den nächsten Tagen.

Bis dahin, Hopp Skorps!!